Die Medizin hat sich in den vergangenen Jahrzehnten enorm weiterentwickelt. Moderne Maschinen und Behandlungsmethoden erlauben es den Ärzten, erforderliche oder gewünschte Eingriffe schneller und schonender durchzuführen. Das macht viele Operationen, die in der Vergangenheit nur unter größtem Aufwand möglich waren, zu schnell plan- und durchführbaren Ereignissen.

In der Chirurgie haben sich minimal-invasive Eingriffe etabliert. Welche Vorteile sich daraus für Patienten ergeben und welche Einsatzbereiche es gibt, erklärt dieser Ratgeber.

Operation ohne große Verletzungen

1885 hat der amerikanische Chirurg William W. Grant die erste erfolgreiche Blinddarmoperation der Welt durchgeführt. Seine Behandlungsmethode setze für viele Jahrzehnte Standards in diesem Bereich. Patienten, denen der Blinddarm operativ entfernt wurde, hatten eine große Narbe als Erinnerung behalten. Dank der minimal-invasiven Chirurgie sind Narben heutzutage kaum noch sichtbar. Die Vorteile dieser Behandlungsmethode offenbart sich vor allem bei Operationen am Bauchraum, wie etwa der Blinddarmentfernung.

Minimal-invasiv ist ein Oberbegriff für alle Eingriffe, bei denen die Haut und darunterliegende Weichteile so gering wie möglich verletzt werden. 80 Prozent aller Operationen am Bauchraum finden mittlerweile minimal-invasiv statt. Für Patienten bringt die Operationstechnik enorme Vorteile mit sich. Dazu zählen:

  • Die Dauer der Operation verringert sich
  • Die Genesungszeit ist geringer
  • Die Liegedauer im Krankenhaus ist geringer oder gar vermeidbar
  • Die Gefahr von postoperativen Entzündungen ist geringer

Kleiner Eingriff, großer Erfolg

In der Schönheitschirurgie sind minimal-invasive Eingriffe an der Tagesordnung. Sie ermöglichen Operationen, bei denen die Patienten keine Narben davontragen. Zu den häufigsten Behandlungen in der Schönheitschirurgie gehört die Lipödem Operation. Frauen und Männer leiden stark unter der Fettverteilungsstörung, ein minimal-invasiver Eingriff verbessert die Lebensqualität enorm.

Die Fettabsaugung ist in den meisten Fällen unumgänglich. Andere Methoden wie mehr Sport auf dem Rennrad oder im Fitnessstudio helfen nicht. Auch eine gesündere Ernährung ohne Besuch bei der Fast-Food-Kette Subway reicht bei der Fettverteilungsstörung nicht. Erst die operative Entfernung der überflüssigen Fettzellen bringt den betroffenen Menschen wirklich Linderung. Da der Eingriff minimal-invasiv erfolgt, tragen die Patienten keine Narben davon.

Die vielseitigen Möglichkeiten der MIC

In der Medizin wird die minimal-invasive Chirurgie als MIC abgekürzt. Unter diesen Begriff fallen nahezu alle operativen Eingriffe, bei denen schon ein kleiner Schnitt von weniger als 1 Zentimeter ausreicht, um umfangreiche Operativen durchzuführen. Die Entfernung des Blinddarms, 1885 noch ein gefährlicher und mitunter tödlich verlaufener Eingriff, ist heutzutage eine Standardbehandlung.

Die ganze Bandbreite der MIC zeigt sich in der Operation des Grauen Stars oder der Herzchirurgie. Gerade für älter Patienten mit einem erhöhten Risiko für Komplikationen profitieren von minimal-invasiven Eingriffen am Herzen. Der reduzierte Aufwand für die Operationen ist auch für die Mediziner von Vorteil. Operationen sind schneller durchführbar, die Zahl der möglichen Eingriffe pro Tag steigt. Positiv schlägt sich das auch in den Kosten für erforderliche Operationen nieder.